Garnisonmuseum Ludwigsburg Militärgeschichtliche Gesellschaft Ludwigsburg e.V.
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Exponat des Monats

August 2017

Gustav Freiherr von Gemmingen-Hornberg mit Adjutantenschnur. Vom 17. April 1897 bis 12. Februar 1901 persönlicher Adjutant Herzogs Robert von Württemberg. (LA BW Abt. HStA S M 707 Nr. 451 Bild 3)

Militärischer Putz und Eitelkeit?

Die für uns heute farbenfroh wirkenden Uniformen des 18. und 19. Jahrhunderts, aber auch die mit Zierrat und Abzeichen geschmückten Uniformen der Gegenwart hatten sich im allgemeinen aus praktischen Gegebenheiten zweckbestimmt entwickelt und waren dabei auch den modischen Bekleidungseinflüssen unterworfen. Das gleiche gilt auch für die zivile Mode, die andererseits sehr stark von militärischen Vorbildern beeinflusst ist. Abzeichen und Ausstattungstücke, deren ursprüngliche Funktionalität heute oft nicht mehr zu erkennen ist, trugen dazu bei, den Soldaten, aber auch die uniformierten Staatsbeamten mit Putz und Eitelkeit in Verbindung zu bringen. Tatsache ist aber auch, dass der Soldat, bzw. sein Truppenverband durch besondere Abzeichen hervorgehoben und aufgewertet sein sollte. Doch auch dem einzelnen Uniformträger war es ein Bedürfnis nach Individualität und Befreiung sich aus der Masse der Träger gleichmachender Kleidung herauszuheben, andererseits ein Mittel, gezielt die Wirkung der durch Rang und Stellung vorgegeben Uniform zu erhöhen.

 

 

Achselbänder und Fangschnüre

Materialien für Uniformausstattungen bestanden häufig aus Woll- und Metallgespinsten, wie Tressen, Borten, Kordons, Kantillen und Stickereien.
Schon im 17. Jahrhundert traten Achselbänder auf, die sich dann zu Behängen entwickelten. Begrifflich nebeneinander verwendet wurden Achselband und Fangschnur. Dabei hatte die Fangschnur, wie der Name sagt, etwas zu fangen, nämlich die Kopfbedeckung an der sie befestigt war, wenn sie dem Reiter abhanden kam. Schließlich wurde sie kunstvoll ausgestattet und mit Quasten versehen, um den Hals des Reiters gelegt, wo sie sehr bald als Zierzubehör verstanden wurde. Später wurde auch die mit dem geflochtenen Achselband verbundene Schnur als Fangschnur bezeichnet, obwohl sie keinen Bezug zur Kopfbedeckung hatte.

Aktuell

"300 Jahre Ludwigsburger
Kasernen-Architektur"

Vortrag von Dieter Hornig
am Mittwoch, 4. Oktober 2017, 19:00 Uhr

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