Garnisonmuseum Ludwigsburg Militärgeschichtliche Gesellschaft Ludwigsburg e.V.
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Buchbesprechung

In der Reitbahn (1913)

Die neue Ulanenkaserne in Ulm und ihrer Bewohner“

 

 

 

von Walter Wannenwetsch /  Richard Gebler

 

In der Schlussphase des Kasernenbaus in Württemberg entstand in Ulm vor dem Beginn des Ersten Weltkriegs eine letzte moderne Kavalleriekaserne. In dem Buch befassen sich die Autoren mit der von 1909 bis 1912 erbauten und von 1913 bis 1914 erweiterten Kasernenanlage in der Ulmer Weststadt von der Planung, belegt mit zahlreichen Plänen und Zeichnungen, bis zum Bezug der Kaserne durch das Ulanenregiment König Karl (1. Württ.) Nr. 19 im Jahre 1912.

Das zweite Kapitel nimmt eine Rückschau auf die Geschichte des Ulanenregiments von der Errichtung im Jahre 1683 bis zur Auflösung des Regiments im Jahre 1919. Fragen, warum das Regiment entstand, wie seine Organisation, Uniformierung, Ausrüstung und Bewaffnung war, werden in fünf Epochen dargestellt, dabei wird auch die Entwicklung der Standarten und des Trompeterkorps beleuchtet und schließlich die Verwendung des Regiments in Frieden und Krieg geschildert. Gedenken und Erinnerungen an die Ulanen, an die Offiziere, Chefs und Kommandeure, nicht zuletzt an Ferdinand Graf von Zeppelin, den populärsten Kommandeur des Regiments, wie auch das Nachwirken bis in die Gegenwart, beschließen dieses mit zahlreichen Fotos und Zeichnungen ausgestattete Kapitel.

Im Ersten Weltkrieg bietet die Kaserne neben der Ersatzeskadron des Ulanenregiments weiteren Kriegsformationen Unterkunft. Von 1919 bis 1920 dient sie noch einmal als Kavalleriekaserne der Sicherheitseskadron Ulanenregiment 19 und der 3. Eskadron des Württ. Kavallerieregiments 13. Nach der Entstehung des Reichsheeres zur Artilleriekaserne umgebaut, erhält sie den Namen „Sedankaserne“, und bleibt bis in den Zweiten Weltkrieg Standort des Artillerieregiments 5.

Wie überdauerte die Kaserne die schweren Luftangriffe auf Ulm und wie war ihre weitere Nutzung? Die Autoren belegen, dass die geringeren Kriegsschäden der Sedankaserne, angesichts des großen Wohnungsmangels in Ulm eine Belegung und Verwendung der Wohngebäue für DP-Lager und danach als Landesdurchgangslager für Heimatlose und Flüchtlinge erlaubten. Gleichzeitig war es möglich, die Stallungen und Reithäuser Ulmer Gewerbebetrieben zur Verfügung zu stellen. Nach der Zwischennutzung als Lager- und Betriebsstätten, erwarb Telefunken ab 1955 Zug um Zug die ehemalige Kaserne und begründete dort den Ruf als „Radarhochburg“. In den achtziger Jahren des 20. Jahr-hunderts vollzog sich unter Berücksichtigung der unter Denkmalschutz stehenden Gebäude die weitere Bebauung des ehemaligen Kasernenareals zur Industrieanlage, die zwar mehrfach umbenannt wurde, aber sich nun seit über 60 Jahren denselben Aufgaben widmet wie einst die Ulanen, nämlich der Aufklärung und Kommunikation, nicht mehr hoch zu Ross als „Erkundungs- und Meldereiter“, sondern mit „High-Tech“.  

 

Hrsg. Druckerei Gunzenheimer
30 x 21 cm, 262 Seiten, rund 300 Fotos, Abbildungen, Farbtafeln und Pläne

ISBN 978-3-00-058206-6 / Preis 39.- €

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